Innosuisse
Schweizerische Agentur für Innovationsförderung

Projekte von Forschenden

Innovationsprojekte ohne Umsetzungspartner

Innovationsprojekte ohne Umsetzungspartner zielen darauf ab, wissenschaftliche Erkenntnisse in praxisorientierte Lösungen zu überführen. Sie ermöglichen es den Forschenden, risikoreiche Projekte mit hohem Innovationspotenzial in Richtung Anwendung zu entwickeln und erste Schritte in die Umsetzung zu unternehmen. Voraussetzung für die Förderung ist ein klarer potenzieller Nutzen für die Wirtschaft oder Gesellschaft sowie die Umsetzungspotenziale für eine spätere Anwendung.

Innovationsprojekte ohne Umsetzungspartner fördern damit anwendungsorientierte Forschungs- und Innovationsvorhaben und zielen längerfristig auf eine wirtschaftliche Umsetzung.

Erfolgreiche Schritte in Richtung Umsetzung gemacht

Vier von fünf Innovationsprojekten haben die Machbarkeit erfolgreich geprüft. Jedes zweite geförderte Projekt liefert schlüssige Ergebnisse für weitere Umsetzungsschritte und hat mit hoher Wahrscheinlichkeit langfristiges Potenzial für eine Markteinführung.

Wissenschaftlicher Output ist höher als bei Projekten mit Umsetzungspartnern

Publizierte wissenschaftliche Ergebnisse sind wichtige Formen des Wissens- und Technologietransfers (WTT). Sie dienen der Weiterverbreitung der Projektergebnisse in Forschung und Anwendung und stärken den WTT. Die Dissertationen sind ein Hinweis auf die Neuartigkeit und Qualität der Forschung und damit verbundenen Risiko der (technologischen) Lösungsfindung für die Umsetzung.

Gegenüber den Innovationsprojekten mit Umsetzungspartner ist – wie zu erwarten – der Anteil der wissenschaftlichen Ergebnisse in Fachzeitschriften und der Anteil der Dissertationen signifikant höher. Der Anteil der interdisziplinären Projekte ist ähnlich hoch, der Anteil der Projekte, die transdisziplinär sind, leicht tiefer, da weniger Akteure involviert sind.

Innovationsprojekte ohne Umsetzungspartner sind forschungs- und umsetzungsorientiert

In über zwei Dritteln der Projekte wurde bereits mit potenziellen Umsetzungspartnern zusammengearbeitet. Neben dem Wissens- und Technologietransfer zu etablierten Unternehmen spielen Start-ups und Spin-offs, die aus der Forschung hervorgehen, eine wichtige Rolle im WTT. In 38 % der Projekte wurde eine solche Ausgründung bereits realisiert oder ist geplant.

Zielerreichung bei der Forschung ist hoch, bei anwendungs- und umsetzungsorientierten Zielen tiefer

Die Forschungsziele werden bei der überwiegenden Mehrheit der geförderten Projekte vollständig erreicht oder gar übertroffen. Die Zielerreichung bei der Anwendungsorientierung liegt deutlich tiefer. Dies kann ein Hinweis auf hohe Risiken für die Markteinführung sein, oder möglicherweise wird noch mehr Zeit und Ressourcen benötigt für die Lösungsentwicklung, oder die Projektträger sind weniger erfahren, eine technologische Entwicklung oder eine Lösung weiter in die Marktumsetzung zu führen.

BRIDGE Proof of Concept

BRIDGE ist das gemeinsame Förderprogramm von Innosuisse und dem Schweizerischen Natio-nalfonds (SNF) und verbindet Grundlagenforschung und anwendungsorientierte Forschung mit der Umsetzung. Das Förderangebot BRIDGE Proof of Concept richtet sich an Nachwuchsfor-schende, die an der Schnittstelle von Grundlagenforschung und wissenschaftsbasierter Innovati-on arbeiten. Das Programm bietet ein Jahr lang Unterstützung, um Forschungsergebnisse an-wendungsorientiert weiterzuentwickeln, mit dem Ziel, diese zur Marktreife zu führen und die For-schenden auf eine Karriere ausserhalb der Akademie vorzubereiten.

BRIDGE Proof of Concept führt zu Start-ups und Spin-offs

BRIDGE Proof of Concept zeigt seine Wirkung am Anteil der Unterstützungen, die zu einer Ausgründung führen. Mehr als zwei von drei unterstützten Forschenden gründen in der Folge ein Start-up oder ein Spin-off (Start-up mit formeller IP-Lizenzierung). Das ist beinahe doppelt so hoch wie bei den Innovationsprojekten ohne Umsetzungspartner. Allerdings ist zu beachten, dass die Erhebung unterschiedlich ist. Bei den Innovationsprojekten ohne Umsetzungspartner findet die Befragung bei Projektabschluss, bei BRIDGE Proof of Concept wurde eine eigene Erhebung gemacht, welche einen sehr aktuellen Stand hat (2024) und somit einen längeren Zeitraum abdeckt.